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 Mythos Atlantis

Platon (4.Jhdt.v.Chr.) war nicht nur einer der bedeutesten Philosophen der abendländischen Kultur, sondern auch ein hervorragender Geschichtenerzähler. In seinem Alterswerk "Timaios und Kritias" erzählt er die Legende von einem versunkenen Kontinent, allerdings nicht aus erster Hand, denn vor ihm hatte schon der attische Staatsmann Solon darüber berichtet, der seinerseits die Geschichte von Atlantis von einem ägyptischen Priester der Sais-Sekte gehört hatte.
Theorien über Atlantis, seinen Standort und seinen Untergang, gibt es so viele wie es Forscher und Wissenschaftler gibt und gegeben hat, die sich damit befassen. Die Legende des verschwundenen Kontinents beschäftigt die Menschen seit 24 Jahrhunderten und im Laufe dieser Zeit sind nicht weniger als 25, auf der ganzen Erde verstreute Orte als ursprünglicher Standort ausgemacht worden. Wellenartig schwillt das Interesse an Atlantis an, wird zu einer Art Religionsfrage, klingt wieder ab und gerät zeitweise in Vergessenheit, ohne jedoch völlig aus dem, wie Psychologen es nennen, kollektiven Unbewussten zu verschwinden. Man bedenke nur, dass allein in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts über 25.000 Monographien zum Thema veröffentlicht wurden!

Zu Platons Zeit stellten sich die Menschen die Erde als flache Scheibe vor, in deren Zentrum das griechische Reich lag, umgeben von den damals bekannten, restlichen Ländern, die ihrerseits vom weiten, unendlichen Ozean umspült waren. Unbekannt war alles westlich Athens, das jenseits der "Säulen des Herakles", der heutigen Meerenge von Gibraltar lag. War es vielleicht naheliegend, dass Platon ums Jahr 400 v.Chr. seine Geschichte an einem Ort spielen liess, den keiner kannte und über den es offenbar keine Dokumentation gab?

Platon war ein genialer Philosoph, mit, für uns normal Sterbliche unbegreiflich weitgefächerten Interessen und Kenntnissen. Wahrscheinlich ging es ihm nicht so sehr darum, eine phantastische Geschichte zu erzählen, als vielmehr den idealen Handlungsort zu erfinden, in denen er seine grossartigen Vorstellungen vom idealen Staat und Leben, dem perfekten Gedeihen der Menschheit ansiedeln konnte (wie in einer seiner bedeutendsten Schriften, "Politeia" beschrieben).


 

Zwischen Homer und Platon lebte Herodot (5.Jhdt.v.Chr.), der zu den ägyptischen Sais-Priestern Kontakt hatte, Atlantis aber nie erwähnte. Somit ist die Vermutung nicht von der Hand zu weisen, dass Platon seine aufregende Geschichte schlicht und einfach erfunden, oder aus der "Odyssee" und anderen, ihm zugänglichen Dokumenten zusammengebastelt hat.

Weit vor Homer und Platon gab es übrigens schon eine ägyptische Legende, wonach bei einem Schiffbruch sämtliche Mitglieder einer ihrer Flotten ums Leben kamen, ausser einem. Dieser strandete auf einer Insel, die von einem schrecklichen Drachen bewohnt war, welcher dem Schiffbrüchigen erzählte, er sei allein geblieben, nachdem seine Artgenossen allesamtin einem schrecklichen Kataklysmus umgekommen seien. Der Papyrus mit dieser Erzählung aus der Zeit von ca. 2000-1750v.Chr. ist in einem Leningrader Museum aufbewahrt.

Erstaunlicherweise wird die Legende von Atlantis von den Römern in keiner Weise erwähnt - offensichtlich haben diese nie an die Sage des versunkenen Kontinents geglaubt.

Atlantis ist nur eine der mysteriösen Welten, die sich die Menschheit im Laufe ihres Bestehens vorgestellt, erträumt, gesucht hat. Ein ähnlicher Mythos gehört zum Gedankengut jeder Zivilisation, sowohl der westlichen, als auch der östlichen Welt, jede von ihnen kennt einen perfekten Ort des Friedens und der Fruchtbarkeit, wo alles im Überfluss vorhanden ist, und einerlei ob man ihn als Metapher oder reelen Ort verstehen will - alle sind irgendwann verschwunden und für den heutigen Menschen unerreichbar und für immer verloren. Wie ein roter Faden durchziehen solch phantastische Orte die Geschichte der Menschheit: Eldorado, Lyonesse, Lemurien, Shangri-La um nur die berühmtesten neben Atlantis zu nennen.


 

Quelle: Report Tenerife