Sunnyguide bietet Informationen und Top-Angebote sowie günstige Preise für Lastminute, Pauschalreisen, Flüge, Hotels, Wellness. Informieren Sie sich über Ihr Reiseziel und wählen Sie gegebenenfalls ein alternatives Urlaubsziel. Informieren Sie sich bevor Sie buchen. Unsere Angebotsdatenbank an Lastminute und Pauschalreisen wird stündlich aktualisiert. Sollte einmal kein Angebot zu Ihrem gewünschten Reisezeitraum vorhanden sein, geben wir Ihnen automatisch alternative Reiseziele vor. Beste Preise durch stündliche Abfrage von über 100 Reiseveranstalter, 750 Airlines, 100.000 Hotels und 100.000 Ferienhäuser weltweit, garantieren Ihnen die günstigsten Angebote für Lastminute und Pauschalreisen.
 Der Nationalpark Las Cañadas del Teide

Eine Landschaft anhand von Bildern - in diesem Falle handelt es sich um herrliche Fotografien - zu präsentieren, ist eine gute und weise Methode, wenn wir uns an das altbekannte Sprichwort halten, dass ein Bild mehr als tausend Wörter sagt.
Die Landschaft, die wir betrachten, ist nicht einfach nur zu unserem Vergnügen da. Nichts in der Natur geschieht aus reinem Zufall. Es gibt Gründe, die ihre heutige Gestaltung erklären, Gründe, die natürlich in der Vergangenheit zu finden sind. Um alle Dimensionen einer Landschaft und ihre Essenz zu erfassen, ist es notwendig das Sehvermögen unserer Augen mit dem Licht des Verständnisses auszustatten. Es ist unumgänglich in ihren Wurzeln zu suchen, in der Geschichte der Natur und des Menschen. Das ist die Herausforderung. Auf gezwungener Massen kurze Art und Weise werde ich ihnen die Geschichte des Nationalparks Las Cañadas del Teide erzählen; bevor er zu einem Park wurde, bevor es den Teide gab, bevor es die Insel gab ...


 

Vor 65 Millionen Jahren, als die Erde noch von den Dinosauriern beherrscht wurde, existierte der Ort, an dem sich heute der Teide befindet noch nicht. Die Insel Teneriffa begann sich vor 7,6 Millionen Jahre zu bilden. Vor etwa 170.000 Jahren löste sich plötzlich ein Teil des Gipfelbereichs der Insel Teneriffa - sozusagen der Ur-Teide, um es irgendwie zu benennen - und stürzte über die nördliche Inselflanke ins Meer. Diese Naturkatastrophe können wir auch als wirklichen Beginn für die endgültige geomorphologische Struktur des Teide-Nationalparkes ansehen. Der Teide-Nationalpark setzt sich vor allem aus einer sehr chaotischen und vielfältigen Vulkanlandschaft zusammen. Symmetrische Kegel oder Kegel, die eine Öffnung in die Richtung aufweisen, aus der der Wind während der jeweiligen Eruption wehte. Nur Vulkangebiete können einen so veränderlichen Farben-, Formen-, und Strukturenreichtum aufweisen. Diese Verschiedenheit ist zweifellos Ausdruck einer kürzlichen und immer noch aktiven Vulkantätigkeit. Wir müssen uns damit begnügen, uns diese trügerisch ruhige Landschaft von heute während der wahrhaft gewaltigen Raserei, die ein Vulkanausbruch mit sich bringt, vorzustellen: glühende Lavaströme des nachts, das Beben des Vulkans auf seinem explosiven Höhepunkt und das Prasseln von staubaufwirbelndem Stein- und Sandregen auf dem schicksalsergebenen Boden. Beängstigend und schön zugleich, wie es sich für die Natur in voller Aktion gehört.

Lassen wir doch unserer Phantasie freien Lauf. Stellen Sie sich lavaspuckende Vulkane vor, den Park mit Schnee oder Blumen bedeckt, Guanchen, die ihr Vieh weiden, oder Schulklassen, die übermütig und glücklich einen Schultag an freier Luft geniessen. Ein Nationalpark wird geschaffen, um ihn vor den Menschen zu schützen, aber er wird auch für die Menschen geschaffen. Nur wenige von uns sind sich bewusst, dass beispielsweise die herrliche Vegetation, die wir heute bewundern dürfen, ein Privileg unserer Generation ist. Und dass sie in diesem Zustand nur von einigen wenigen Guanchen gesehen wurde, als sie diese zum ersten Mal mit ihren Ziegen das Gipfelgebiet bestiegen. Der Nationalpark Las Cañadas del Teide ist heute bestens organisiert und erfreut sich einer guten ökologischen Gesundheit. Kürzlich wurde sogar eine Erweiterung des geschützten Gebietes um 5619 Hektar auf der Inselachse Richtung Osten genehmigt. Wenn man sich in die Vergangenheit eines Ortes begibt und seine verschiedenen Momente betrachtet, dann lernt man ihn wirklich kennen. Und dieses Erlebnisist unauslöschbar. Immer wird sich ein Weg finden, der von dem grossen Menschenauflauf, der sich in bestimmten Bereichen ansammelt, wegführt. Oder man wartet bis zu später Nachmittagsstunde, wenn sich der Park langsam leert und die Einsamkeit von Neuem ihren Einzug hält. In diesen Momenten kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen.



 

 

Quelle: Report Tenerife