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 Mythos Paradies

Genauer sollte man von den Mythen sprechen, wenn es um den kanarischen Archipel geht, die sich ineinander verstricken, sich oft widersprechen und im Laufe der Geschichte ein beinahe undurchschaubares Netz von Geschichten, Legenden und Märchen erschaffen haben.
Damit ein Ort zum Mythos wird, muss er drei grundlegende Bedingungen erfüllen:

- weit weg sein, möglichst am Ende der Welt
- Berge haben, vor allem einen hohen, der das restliche
Gebiet überragt
- eine Insel sein.


Die kanarischen Inseln (ausser das sehr flache Fuerteventura) erfüllen alle drei Bedingungen. Das berühmte, frühlingshafte Klima hat den verschiedenen Legenden einen zusätzlichen Hauch von Verzauberung beschert, ob schon mindestens dieser Umstand heute wissenschaftlich erklärt und jedem verständlich ist.
Zieht man zum Schluss auch noch die weithin ungeklärte Herkunft der Ureinwohner und das damit verbundnen Ideal vom "guten Wilden" in Betracht, der von der Zivilisation unterworfen und schliesslich ausgerottet wurde, ist das Bühnenbild für die Inszenierung einer grossartigen Geschichte perfekt.


 

Der Traum vom Paradies: auf einer Insel braucht man kein Geld.

Die Griechen nannten die Inselgruppen im Atlantik, zu der die Kanaren, die Kapverden, Madeira und die kleine, unbewohnte Gruppe der Salvajes gehören, "Makaron nesoi", was übersetzt "Inseln der Glückseligen" bedeutet.
Die Römer ihrerseits, vor allem Plinius der ältere (1.Jhd. n.Chr.), erzählten von den "Fortunatae Insulae", dem Ort, wo dem Menschen alles zu seinem Überleben Notwendige geschenkt wurde, wo man nicht zu arbeiten braucht und von einem Klima, das mehrere Ernten pro Jahr ermöglichte.
In seiner Odysee erzählte Homer 800 v.Chr. von einem Ort, der weder Himmel (der Olymp) noch Hölle (der Hades) war, sondern ein ganz besonderes, den Heroen und Halbgöttern der griechischen Welt vorbehaltenes Paradies.



 

Diese lebten hier nach ihrem irdischen Ableben unter sich weiter und leiteten die Schicksale der Menschen, sozusagen in der Rolle als Vermittler zwischen den Göttern und den Sterblichen.
Ebenfalls aus der Odysee stammt die Legende der "Hesperidengärten". Die elfte Arbeit, die Herakles zu erledigen hatte bestand darin, die goldenen Äpfel vom Baum des Lebens zu stehlen.
Dieser Baum - ein Hochzeitsgeschenk an die Göttin Hera - stand in einem Garten, der von den "Hesperiden" genannten Nymphen, Töchtern des Atlas, und von einem wilden Drachen bewacht wurde.
Den Mythos der "Elysischen Gefilde" wiederum verdanken wir den Römern und insbesondere Seneca (1.Jhd. n.Chr.), der hier den Ort vermutete, wo die barmherzigen Seelen ihre Ruhestätte finden.
Der Mythos vom verlorenen Paradies ist allen Kulturvölkern eigen, keine Religion kommt ohne die Vorstellung einer besseren, aber leider verloren gegangenen Welt aus. Allem liegt zu Grunde, dass der Mensch leiden und hart arbeiten muss, um jenen glückseligen Zustand, den er ehemals umsonst besessen hat, wieder zu erlangen.

 

 

Quelle: Report Tenerife